Texte von und über Hans Haid
Bio & Tourismus & Kultur - Beitrag für „Berg 2010“
Hans Haid, 22.4.2009Bio-Schlagzeilen wiederholen sich beinahe wöchentlich in regionalen und überregionalen Zeitungen; sowohl positiv als auch negativ: „Bio sucht 10.000 Bauern“, „Bioboom heizt Importe an. Die Österreicher lassen sich Bioprodukte rund 600 Millionen Euro kosten“, „Die wachsende Nachfrage führt zu Engpässen. Zwei Drittel des biologischen Obstes und Gemüses werden importiert“. „REWE-Umklammerung erntet die Kritik der Biobauern“, „Das Hochamt der Erdbeere. Global village. Im Londoner Stadtteil Kensington hat das luxuriöseste Öko-Geschäft der Welt eröffnet“ usw. „Die Rückkehr der Ökologie“ verhieß „Die Zeit“ in der Ausgabe vom 10. August 2006 und Wolfgang Siebeck erhofft in der gleichen Zeitung vom 19. Jänner 2006 die „Kulinarische Wende“ auf Basis der Ökolandwirtschaft. „Regional“ stülpt sich über „BIO“ und „BIO“ wird erdrückt.
Das ist spannend und widersprüchlich. Im Kontext Bio-Landwirtschaft mit Tourismus und Kultur hören und lesen wir zumindest in den Alpen nichts oder nur Spärliches. Kultur kommt nicht vor. Mögliche und höchst notwendige Bündnisse fehlen. Es gibt einige Ausnahmen in Privatinitiativen, aber kaum in halboffiziellen Strukturen. Der umfassende Gesamtansatz ist nur ausnahmsweise vorhanden: Natur plus Landwirtschaft plus Tourismus plus Kultur gehören zusammen. Basis und Fundament für Regionalentwicklung und Identität ist primär die Kultur in allen ihren Formen und Strukturen, vor allem als die so genannte „Volkskultur“, die „Alltagskultur“ bzw. die „Kultur der Vielen“. Und es ist die „agricultura“ nicht nur als Landwirtschaft im heutigen Sinne, sondern als Umgang mit Grund und Boden, mit den Ressourcen. Das ist alles zusammen rund um Bodenpflege, ackern, jäten, ernten und feiern. Das sollte in die Köpfe und Hirne der Touristiker und der Landschaftsplaner, der Macher von Natur- und Umweltschutz und anderer Akteure Eingang finden. Es ist bezeichnend, dass die vielbeschworene und zitierte ALPENKONVENTION auch deswegen zahn- und saftlos bleiben muss, weil in ihr die Kultur fehlt. Das seit 20 Jahren geplante Protokoll „Bevölkerung und Kultur“ fehlt, wird auch nicht kommen. Das ist schändlich und schädlich, aber wahr.
PRO VITA ALPINA
Ohne Kultur gibt es keine nachhaltige Entwicklung. Wir haben im alpenweit tätigen Verein „PRO VITA ALPINA“ versucht, als „Verein zur Förderung der kulturellen, gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Entwicklung im Alpenraum“ tätig zu sein und im Sinne dieses Ganzheitsprinzips zu wirken. Im "Netzwerk alpine Kulturen", mit mehreren „Messen der Neuen Ideen im Alpenraum“, mit einer Reihe literarischer und musikalischer Begegnungen zu „Musik & Poesie in den Alpen“ sind erste Ansätze gelungen. Kultur unterliegt in den Bereichen des alpinen Massentourismus sowieso einem erschreckenden Schrumpfungsprozess. Wir haben in den vergangenen 30 Jahren immer wieder auch zusammenführende Begegnungen hergestellt; auch mit jährlichen Exkursionen. Besonders wirksam und nachhaltig waren die Exkursionen von und für Bergbäuerinnen aus Berggebieten des Triglav-Nationalparks und des Logartales in Slowenien zu Modellen der BIO-Landwirtschaft und neuer „Alternativ“-Formen des Tourismus ins Lesachtal, nach Innervillgraten, zur Bio-Sennerei Marul im Großen Walsertal, zur Biokosmetik-Initiative Soglio im Bergell usw. Überaus belebend ist der kulturelle Austausch. Seit 1991 gibt es von Jahr zu Jahr im September im Hoteldorf Obergurgl die „ALPENTÖNE“. Als klingendes Dokument gibt es vier Doppel-CDs der „musica alpina“ mit durchwegs authentischer Volksmusik aus allen Teilen der Alpen. Sie können ausschließlich über PRO VITA ALPINA bezogen werden. Dazu gibt es ein umfangreiches Booklet mit mehrsprachigen Übersetzungen der wissenschaftlichen Kommentare und der Lied-Texte.
Damit wird hörbar dokumentiert, wie vielfältig und reichhaltig die überlieferte, also die &„authentische“ Volksmusik in vielen Teilen der Alpen noch immer ist.
BIO & TOURISMUS
Für mich deprimierend und beinahe hoffnungslos beurteile ich derzeit die Situation des Dreiecks BIO mit KULTUR & TOURISMUS im Bereich der Schutzhütten des Alpenvereins und im Bereich der National- und Naturparks. Kaum eine der alpinen Schutzhütten setzt dynamisch, fortschrittlich und konsequent auf Bio; am allerwenigsten im Bereich des Essens. Auch die vielgepriesene Bio-Hoffnung auf der Erlanger Hütte in den Ötztaler Alpen ist inzwischen Vergangenheit geworden. Besser steht es allemal bei der Nutzung „alternativer“ Energien und ökologischer Entsorgung auf den Schutzhütten. Die Alpenvereine verhalten sich überaus vorsichtig und zurückhaltend. Dabei müsste es gerade dort zu den ersten konsequenten und mustergültigen Nutzungen der Bio-Landwirtschaft kommen. Ich vermisse nach wie vor eine massive und wirksame Kampagne zum Beispiel des Deutschen und des Österreichischen Alpenvereins. Ich suche Herzeig-Modelle. Sehr zurückhaltend gegenüber BIO verhalten sich auch die Naturschutz-Organisationen und die Vertreter der Nationalparke sowie der Naturparke. Offenbar wird „BIO“ tatsächlich von „REGIONAL“ überrollt. Generell gilt, dass die konsequente und sichtbar gemachte Nutzung bester Qualitätsprodukte der Bergbauern weder bei den Schützhütten als den Leitbetrieben noch bei den mannigfachen und sich vermehrenden Naturschutzprojekten anzutreffen ist. Ich vermisse in nahezu allen National- und Naturparks außer der Nutzung auch noch die konsequente Bewerbung der bäuerlich-ökologischen Produkte. Dasselbe gilt auch von den Gastronomiebetrieben der Region, auch von den dortigen Tourismusverbänden, sogar von den diversen „Kistln“ und sonstigen gastronomischen Geschenk-Körben und Präsenten. Jaja, vielfach ist auch BIO dabei, aber kaum oder gar nicht extra gekennzeichnet und beworben.
Bei der Suche nach konsequenten Bio-Hotels und dem Angebot „Urlaub auf Biobauernhöfen“ habe ich gehofft, zumindest in Nationalparks und Naturparks fündig zu werden.
UNESCO-BIOSPHÄREN
Wenn es schon den Naturschutzorganisationen nicht gelingt, BIO als konsequentes, als streng geprüftes Produkt und Aushängeschild zu nutzen und zu präsentieren, umso weniger können wir erwarten, dass Tourismusverbände, Seilbahnunternehmen, Vier- und Fünfstern-Hotels und die ganzen SPA-Anbieter und massiv sich vermehrenden Wellnesstempel auf BIO umsteigen; schon wegen der geringen Mehrpreise von zehn oder maximal zwanzig Prozent auf billig importierte Massenware. Eine der großen Hoffnungen ist der umfassende Ansatz der UNESCO-BIOSPHÄREN. Wir wollen nicht mehr von „Park“ und/oder von „Reservat“ sprechen. Viel versprechend und hoffnungsvoll sind die Projekte beispielsweise im Großen Walsertal in Vorarlberg und im schweizerischen Entlebuch. Dort entfallen die einschränkenden und missverständlichen Begriffe „Park“ und „Reservat“. Das Münstertal/val müstair strebt seit Jahren an, als „UNESCO BIOSFERA VAL MÜSTAIR“ anerkannt zu werden. Nachdem die seit 1977 bestehende Unesco-Biosphäre „Gurgler Kamm“ in den Ötztaler Alpen wegen grausamer und brutaler Naturzerstörungsmaßnahmen abgesprochen werden soll, kann dort vielleicht eine neue UNESCO BIOPHÄRE SIMILAUN entstehen. Das kann und soll alles in enger Kooperation zwischen Kultur, Landwirtschaft, Tourismus, Naturschutz usw. geschehen. Damit wäre der unvergleichliche Reichtum einer 10.000-jährigen Kultur mitsamt der seit über 6000 Jahren durchgeführten Schafwanderungen, des 5300 Jahre alten „ÖTZI“ und der vielen Kult- und Kulturstationen vernetzt. Dort liegt auch seit den Gletschersee-Ausbrüchen ab dem Jahre 1600 die „Wiege“ alpiner Gletscherforschung. Dort befindet sich auch die „Wiege“ des Deutschen Alpenvereins. Über die drei Naturparke „Ötztal“, „Texelgruppe“ und „Kaunergrat“ sind vielfältige und zukunftsweisende Wege in die neue Zukunft möglich. Es ist Programm.
In den letzten Monaten verstärkt sich eine weitere Tendenz. Sie führt zur Konsumententäuschung. „Regional“ und „natürlich“ sind Zauberworte. „Regional“ ist aber nicht automatisch „Bio“. Der Verwaschung und Vermischung werden Tür und Tor geöffnet. „Regional“ soll mit Bergbauer, Gesundheit, Nähe, Geborgenheit, Heimat usw. etc. identifiziert werden. Strenge Kontrollen, Gen-Technik-Freiheit bleiben draußen.
Bio in den Alpen
Eine weitere Erschwernis bringen unzumutbare Schikanen, die den konsequenten Bio-Bauern und speziell den Bio-Sennereien und Bio-Käsereien auferlegt werden. Die „Schuld“ wird „denen“ in Brüssel zugeschoben. In vorauseilendem Erfüllungsgehorsam nutzen lokale Prüfer und Kontrollore beispielsweise des Österreichischen „Ernte“-Verbandes ihre lokale Macht. Rigoros wird bestraft. Rigoros wird den (immer noch) aktiven Biobauern alle Lust und Freude ausgetrieben. Wohin also mit BIO zusammen mit Kultur und Tourismus und Landwirtschaft in den Alpen?
Wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen findet sich dennoch und vereinzelt und in winzigen Segmenten das Positiv-BIO-Denken und BIO-Handeln. Bio-Supermärkte boomen. Allein in Bayern sind es nach neuerer Statistik mehr als 60 davon. Bio-Schienen in konventionellem (Groß-)Handel boomen, werden immer größer und vielfältiger. Um das Wohl der Babys bemühte Mütter kaufen Bio-Müsli. BIO in Landhausküchen, Spitälern, Kindergärten, Schulen usw. führt ein überaus kärgliches Dasein. Bio im Wellnessbereich wird erst künftig boomen. Findige Touristiker werden demnächst BIO entdecken. Sozusagen als eine der möglichen Alternativen zum schwindenden Ski-Boom. Weil es nicht anders möglich ist. Während beispielsweise in Deutschland in den letzten Jahren und pro Jahr der Umsatz von Bio-Lebensmitteln um durchschnittlich ca. 17 % gewachsen ist, schrumpft er in Österreich und dort insbesondere in Tirol. Dort hatte es noch vor knapp acht Jahren mehr Bio-Bauern gegeben als in ganz Deutschland. Bezogen auf den Alpenraum vermehren sich die Bio-Betriebe speziell in den schweizerischen Kantonen Graubünden und Wallis. In Gesamtösterreich ist die Tendenz eher gleichbleibend. In Slowenien gibt es überaus positive Ansätze; ebenso im alpinen Teil Deutschlands. Dürftig bis deprimierend ist die Situation in den französischen Alpen. Besonders dramatisch ist die Lage in Tirol, dem angeblichen „Herz der Alpen“. Die Zahl der Biobauern hat kontinuierlich von über 5000 auf knapp unter 3000 abgenommen. Einige der interessantesten Bio-Pioniere haben aufgehört. So auch im Ötztal, in einer Hochburg des Massentourismus. Ursache: Schikanen der Behörden und Prüfer sowie eklatantes Desinteresse des Tourismus.
MODELLE im TOURISMUS
Bio-Hotels
An erster Stelle hervorzuheben ist die Initiative der „BIO-HOTELS“ als „Verein für Angebotentwicklung & Marketing“. Ludwig Gruber war der Initiator und Gründer. Gestartet wurde mit BIO-Hotels in Österreichs und in Bayern. Die Aktion ist jetzt international ausgeweitet, auch nach Irland. 100% Bio ist angestrebt, aber nicht rundum möglich. Gourmets suchen die Bio-Küche und finden sie. Der weit über Tirol hinaus bekannte „Stanglwirt“ in Going gehört nicht dazu; gibt aber vor, „Bio“ zu sein. "Bio-Wellness" gibt es vorerst nur in einigen Bio-Hotels. Gesundheit und Fasten finden Bio-Sucher am besten in einem Bio-Hotel.
Südtirol
Stellvertretend nenne ich zuerst zwei Bio-Hotels in Südtirol. Das erste Beispiel liegt im Oberen Vinschgau. Es ist das Bio-Hotel PANORAMA der Familie Steiner in Mals. Die Produkte für die Gastronomie kommen von Bio-Bauern der Region, bis hinein ins hinterste Langtauferer-Tal bis 2000 Meter hinauf. Der eigene große Garten beim Hotel versorgt das Haus mit Gemüse, Kräutern und Obst. Das Haus ist „baubiologisch ausgewogen“. Sogar ein „Bio-Edelbrand“ von der heimischen Palabirne und der Vinschgauer Marille kann verkostet werden.
Seit dem Frühjahr 2009 ist THEINER’S GARTEN BIO VITALHOTEL in Gargazon bei Bozen eine neue Spezialadresse, „von Grund auf kontrolliert biologisch“. Der Neubau steht auf uraltem Kulturgrund, umgeben von Weinbergen in und mit einer nachweisbar mehr als 3000 Jahre alten Tradition. Schon vor dem Start gab es eine über viele Monate hinaus komplette Buchung. Das neue 4-Sterne-Hotel liegt mitten in der größten zusammenhängenden Obstbauregion Europas. Der 70.000 m2 große biologische Obstgarten ist „für die Gäste zugänglich“.
Tirol
Im erfreulich-biologischen Reigen findet sich seit dem Start der Initiative BIO-Hotels das BIOHOTEL SCHWEITZER in Barwies/Mieming nahe Imst und Telfs. „Klein aber fein“, rauchfrei, mit Diätküche, allergiefreundlich und rundherum freundlich. Maria Schweitzer ist eine Superköchin. Die „kleine Wellnessoase“ lädt herzlich ein.
Am Hochpillberg oberhalb von Schwaz in Tirol betreibt die Familie Unterlechner das NATUR-HOTEL GRAFENAST
Deutschland
Die Familie Eggensberger betreibt in Hopfen am See/Allgäu das BIO- & WELLNESSHOTEL EGGENSBERGER.
Eines der Bio-Hotels in Bayern ist in Bad Füssing der FALKENHOF der Kordula Wider.
Schweiz
Eines der jetzt ca 20 Bio-Hotels ist das STYLE HOTEL der Familie Biner in Zermatt im Wallis. Ebenfalls in diesem Schweizer Kanton ist in Les Granges das HOTEL BALANCE der Familie Eberle-Schatzmann.
Österreich
Besonders hervorheben möchte ich den FEISTERERHOF der Familie Simonlehner in der Ramsau am Dachstein. Die Simonlehner sind zugleich sehr überzeugte und überzeugende Bio-Bauern. Das 4-Sterne-Hotel, hervorgegangen aus einem alten Bauernhof, befindet sich mitten in einer der wichtigsten Tourismus- und Kulturlandschaften am Fuße des Dachsteins. Es ist die Modell-Region auch der Initiative „Urlaub auf Bio-Bauernhöfen“.
Lobenswert und deutlich hervorzuheben sind zwei weitere Hotels, die als „ÖKO- HOTEL“ gelten. Das „BIO-Hotel Daberer“ in Hermagor/St. Daniel im Gailtal, Land Kärnten, wurde vom Reisemagazin GEO als eines der zehn besten ÖKO-HOTELS Europas ausgezeichnet. Beharrlich und konsequent hat sich die Familie Daberer für „ÖKO“ entschieden.
Die Ehre, das „beste Öko-Hotel Europas“ zu sein, wurde 2009 zum zweiten Mal dem Hotel der Familie Auer in Längenfeld im Ötztal zuteil für ihr NATURHOTEL WALDKLAUSE. Die hohe Auszeichnung hat auch der regionale Tourismusverband Ötztal offiziell anerkannt. Das „ÖKO-HOTEL“ ist nicht ident und auch nicht zu verwechseln mit dem Markenartikel „Bio-Hotel“. Bei „ÖKO“ gibt es die „Kombination von Ursprünglichkeit und Moderne mit den Elementen Design und Architektur“, insbesondere in der optimalen Ausrichtung auf Baubiologie. Weitgehend wird versucht, die Lebensmittel für die edle Küche von Bauern aus der Region zu bekommen. Auf konsequentes „BIO“ warte ich noch. Biowein habe ich dort noch keinen gefunden. Jedenfalls stehen diese neuen BIO- und ÖKO-HOTELS in einem sehr spannenden und zukunftsträchtigen Kontext mit dem Tourismus unter bestmöglicher Nutzung der Qualitätsprodukte regionaler und zumindest „naturnaher“ Landwirtschaft.
Die wenigen Super-Pioniere der „BIO-HOTELS“ zeigen vor, was möglich ist, was sie können und was notwendig ist.
URLAUB AUF (BIO)BAUERNHÖFEN
Eine weitere Möglichkeit der konsequenten Kooperation zwischen Landwirtschaft und Tourismus bietet generell das international überaus erfolgreiche Modell „URLAUB AUF DEM BAUERNHOF“. Verfeinert und verbessert ist es das leider sehr vereinzelte und seltene Modell
URLAUB AUF BIOBAUERNHÖFEN
Diese Spezialaktion gibt es vor allem in Österreich als Teilbereich. „Urlaub am Bauernhof“ bietet jetzt den Spezialkatalog „Echter URLAUB am BIO- und Gesundheitsbauernhof“. Die international tätige Organisation „ECEAT“ bietet in mehreren Länder-Katalogen den
URLAUB AUF BIOHÖFEN
an. In einigen Fällen gibt es Doppelmitgliedschaften mit dem „Urlaub auf dem Bio-Bauernhof“. Das ist „Echt bio am Bauernhof“ für den Touristen, für die Familien, für die schönsten Tage des Jahres in „freier Natur“. Das ist ohne Zweifel die intensivste und natürlichste und menschlichste Begegnung zwischen dem Bauern und dem Touristen, dem Gastgeber und dem Gast, dem Landschaftspfleger und dem „Sommerfrischler“. Das ist konsequenteste und zugleich wärmste Begegnung mit bäuerlicher Kultur, mit gelebten Traditionen, mit dem Erleben von Bräuchen, dem Miterleben an Freuden und Leiden, vom Tod und von Geburten. Das ist auch das Teilnehmen an Naturkatastrophen wie Lawinen, Hochwasser und Muren. Das ist auch das Kennenlernen von Kult und Religio in Dorfkirchen, bei kleinen Feld- und Bergkapellen und grundsätzlich bei „Kult“ und „religio“. Themenwanderwege in Verbindung mit Wallfahrt boomen.
„BIO“ in der konsequentesten Form wird auf dem Bio-Bauernhof vor allem über das Frühstück angeboten und nur dort ist durchgängig Bio-Qualität möglich. Mit Stand vom Jahre 2004 habe ich für mein Buch „Neues Leben in den Alpen“ in ganz Österreich noch 110 Betriebe „Urlaub am Biobauernhof“ aus der Aktion „Urlaub auf dem Bauernhof“ gefunden und 30 Betriebe der „ECEAT“ mit „Urlaub auf biohöfen“. Zusätzlich sind einige Betriebe in der grenzüberschreitenden Aktion Kärnten-Slowenien erfasst. Kaum einer dieser Musterbetriebe des gelebten und praktizierten Naturschutzes kann ich dem Nahbereich des Natur- und Landschaftsschutzes zuordnen.
Im aktuellen Katalog in Österreich für 2009 zähle ich ca. 40 Bauernhöfe, die zusammen mit „BIO-Austria“ den konsequenten Bio-Urlaub anbieten können. Zumeist sind es Betriebe, die als „Demeter“ oder „Ernte“ eingestuft sind. Bei meinen Recherchen habe ich geradezu Sensationelles entdecken können: gegenüber den amtlichen Besitzangaben im Grundbuch sind bei konsequenten Biobauern überwiegend zuerst die Frauen genannt und dann erst die Männer. Ich habe das die „matriarchale Schubumkehr“ genannt.
Neben den mehr oder weniger offiziellen Projekten sprießen unvermutet auch neue Pflänzchen. Eines davon ist das Projekt DIE BIOBAUERN VOM MILLSTÄTTERBERG in Kärnten. Da haben sich 7 Biobauern zusammengeschlossen. Diese SIEBEN bieten neben „Bio-Geschenkkörben“ auch „Urlaub am Bio-Bauernhof“.
Seit mehr als 30 Jahren besteht das pionierhafte Projekt von UCLIVA im Ort Waltensburg/Vuorz in der Surselva im Kanton Graubünden/Schweiz. Es handelt sich um das genossenschaftliche Öko-Hotel mit überaus konsequenter und zielstrebiger Tätigkeit und ist als Modell weit über die Schweiz hinaus bekannt.
Kooperation Landwirtschaft & Tourismus
NEUES entsteht. Für eine neue Form der Kooperation zwischen Bauern und dem Tourismus, zugespitzt auf Spezialprodukte, steht ein überaus findiges Projekt. In zwei Gegenden der Alpen habe ich die innovativen Neuerer gefunden: im Südtiroler Passeiertal und im Kärntner Lesachtal. In beiden Tälern „produzieren“ einige Bauern nach sehr strengen Richtlinien und scharfer Kontrolle das
BERGWIESEN-HEU.
Zum Einsatz kommt das Heu vor allem in neuen Wellness-Anlagen sowie bei privaten Kunden.
Die „Bergwiesenheu Genossenschaft und landwirtschaftliche Gesellschaft“ mit Sitz in der Gemeinde St. Leonhard im Passeier folgt den strengen Kriterien auf der Basis „Biologisch-ökologischer Grundlagen einer Bergheu-Zertifizierung“ der landwirtschaftlichen Lehr- und Forschungsanstalt der Laimburg südlich von Bozen.
„Kärntner Almheu wird Markenprodukt“ heißt es in der Werbemitteilung aus dem Lesachtal. Jeder der 15 Mitgliedsbetriebe muss sein zertifiziertes Bergheu von Wiesen oberhalb von 1.300 Meter beziehen. Es müssen dort mindestens 40 verschiedene Pflanzen bzw. Kräuter wachsen. Die „Nachfrage von Wellnesshotels“ ist sehr groß. Im Passeiertal muss das zertifizierte Bergwiesen-Heu auf über 1.500 Meter gewonnen werden.
„Landwirtschaft und Seilbahn im Einklang“ steht irgendwo über einer möglichen Zusammenarbeit zwischen Oben und Unten. Da geht es 40 große bis gigantische Summen, wie beispielsweise bei der „Versorgung“ bzw. der Schnellabspeisung der Massen. Ein Beispiel aus Tirol: in der eher kleineren Bergstation der Kappler Bergbahnen im Paznauntal werden ungefähr 1500 Liter Fleischsauce für Sugo, 500 Kilogramm Gulaschsuppenkonzentrat, ca. 10.000 Liter Kraftbrühe usw. pro Wintersaison verbraucht. Was davon kommt von den Bauern des Tales, aus der „Genussregion Paznaun“? Es sind vielleicht ein paar Rinder und ein paar Liter Milch und vielleicht ein paar Lämmer, hie und da eine Flasche Schnaps vom Bauern und bestenfalls ein paar Kilo Käse aus der landesweit bekannten Biosennerei in See. Dabei schwören sie, wie in einem Prospekt zu lesen ist, „auf einheimische Qualität“. So steht es im Werbetext. Kann es sein, dass sie für das „Sunny-Mountain“- Restaurant wirklich „ihre Produkte großteils von heimischen Bauern“ beziehen? Kaum möglich. Gar nicht möglich; auch nicht wirklich angestrengt wie nahezu überall in den Zentren massivster Ausbeutung von Snow und Natur.
Meinem Pessimismus und meiner Kritik stehen Projekte der Hoffnung, der Chancen und des Umdenkens entgegen. Es sind die spärlich vorhandenen Regionalprojekte wie das ÖKOMODELL ACHENTAL in Bayern, zwischen Chiemsee und Tirol. Es ist grenzüberschreitend und nimmt das tirolische Kössen dazu und die Biosennerei Hatzenstädt. ÖKO ist nicht automatisch BIO. In Schleching haben nahezu alle der ca. 20 Bauern umgestellt. In den Informationen des Ökomodells wird BIO zumeist vorsichtshalber „verschwiegen“. Das erfolgreiche ÖKO-Modell hat 2009 allen Grund zum Feiern. Mit Erfolg besteht es seit zehn Jahren. Gasthäuser haben in ihrem Anbot regionale und ökologische Produkte. Die das Tal berührende „Via alpina“ wird gut beworben. Es ist das einzige größere ÖKO-Modell Deutschlands im Bereich der Alpen. Das ACHENTAL ist zudem eine der BIOENERGIE-Regionen Deutschlands.
Musterbeispiele
RAMSAU am Dachstein (Österreich)
In Österreich nenne ich ausdrücklich die RAMSAU am Dachstein mit der intensivsten Konzentration von Bauern, die sich bewusst dem „Urlaub auf Biobauernhöfen“ verschrieben haben. Einer dieser Höfe ist der überaus lobens- und liebenswerte FRIENER-Hof von Claudia und Georg Berger.
LESACHTAL (Österreich)
Im Bundesland Kärnten beginnt ab der Osttiroler Grenze das LESACHTAL, das sich auf engen Straßen bis in das Gailtal hinunterzieht. Dort gab und gibt es vorbildliche Projekte des „sanften“, also des ökologischen Tourismus. Das Tal ist als liftfreies Tal und mit dem „Segen der Langsamkeit“ weitum bekannt geworden. Im Ort Bierbaum betreibt die Familie Knotz einen der konsequentesten Bio-Betriebe mit der Spezialität Lesachtaler Lamm.
VAL MAIRA (Italien)
In Italien könnte das in der Provinz Cuneo gelegene VAL MAIRA besonders empfohlen werden mit den ökologischen Stationen und vor allem mit der Initiative in San Martino inferiore: Es ist das bekannte „centro culturale borgata“. Seit Beginn ist dort die Maria Schneider mit ihrem Team im Einsatz. Ein Besuch in der Bio-Gourmet-Station ist empfehlenswert. Zusammen mit den Initiativen des GTA- Weitwanderweges wurde ein Netz neuer Möglichkeiten geschaffen, um möglichst ökologischen Wander- und Erholungsurlaub vermitteln zu können. Werner Bätzing hat dazu mehrere Bücher geschrieben. In einigen Bergtälern der Provinz CUNEO, besonders im erwähnten Val Maira, aber auch im Val Vareita, im Stura Demonte usw. wachsen neue Projekte.
BINN-Tal im Kanton Wallis (Schweiz)
Stellvertretend für die Schweiz hebe ich das BINN-Tal im Kanton Wallis hervor. Es liegt in der Oberen Goms. Das Binntal ist grenzüberschreitend eingebettet in einen Landschaftspark. „Bauern vernetzen Naturwerke“. Die Schweiz hat strenge Öko-Qualitätsverordnungen erlassen. Im Hotel Ofenhorn in Binn sind Ökologie, regionales Wissen, Kultur und „sanfter“ Tourismus beispielhaft vernetzt. Dort mischt auch Andreas Weissen mit und zeigt, wie lokal sowie regional eine möglichst enge Verzahnung von Kultur mit Bio-Landwirtschaft und dem Tourismus möglich ist.
SOGLIO-KOSMETIKA (Schweiz)
Zu den Modell-Projekten der Schweiz gehört auch die Initiative SOGLIO-KOSMETIKA, „gepflegt mit der Kraft der Berge“, mit der Produktionsstätte allerbester, überhaupt der alpenweit besten Bio-Kosmetika in Castasegna/Bergell. Auch die Zumthor-Therme in Vals benutzt Soglio-Produkte.
NATURPARK LOGARSKA DOLINA (Slowenien)
Alpenweit am wenigsten bekannt ist eine Tal-Initiative in Slowenien. Es ist der NATURPARK LOGARSKA DOLINA im Logar-Tal, nahe der Grenze zu Kärnten. Es ist im Sommer am besten von Eisenkappel/Coppla casa über den Paulitschsattel zu erreichen. Dort finden wir den ersten und einzigen von den Grundbesitzern verwalteten und organisierten Naturpark. Das 7 Kilometer lange Tal führt mitten in die dramatische Bergwelt der bis 2400 Meter hohen Berggestalten. Die Bauern dort sind Besitzer des Tales und auch des Parks. Sie sind stolz auf ihre agricultur, auf eigene Wälder, Wasserkraftnutzungen, auf eigene Sägewerke, auf ihre Naturschönheiten und auf ihre reiche und lebendige Kultur. Inklusive BIO. Es sind die größten autonomen Bauern.
MAISON DES PRODUITS DE PAYS in Jausiers (Frankreich)
Und jetzt noch ein Abstecher in die französischen Alpen. Südlich von Barcellonnette kommen Bio-Liebhaber in das Tal von Ubaye und finden in Jausiers den schönsten und bestgeführten ÖKO-Markt der Alpen. Das MAISON DES PRODUITS DE PAYS bemüht sich, ausschließlich regionale und nach Möglichkeit auch biologische Produkte aus der Region zu verkaufen.
VILLGRATER NATUR (Österreich)
Die wenigen ausgewählten Beispiele der Vernetzung und der Kooperation zwischen weitgehend biologischen Produkten und dem Tourismus sind auch Beispiele eines neuen Denkens, einer neuer Haltung in den Alpen. Es sind Zukunftsprojekte. Wie Josef Schett von der Initiative VILLGRATER NATUR im Osttiroler Villgratental bestätigt hat, können und werden Klimawandel und Wirtschaftskrise eine neue Chance für diese und andere findige Köpfe und ihre Projekte darstellen. Da gibt es Steigerungen von zehn bis zwanzig Prozent. Wem denn sonst sollen wir unsere alpine AGRICULTUR anvertrauen können? Wer sich in den Regionen der Alpen umschaut, kann sie vielfältig entdecken: neue Hoffnungsadressen, Bauernläden, Bio-Dorfläden.
Neue Hoffnungsadressen, Bauernläden, Bio-Dorfläden
Ein beispielhafter Bauernladen befindet sich in Haiming im Tiroler Oberinntal.
Im obersten Teil des Kärntner Lesachtales wird sehr erfolgreich und konsequent der Bauern- und Handwerkerladen betrieben, direkt vis-a-vis der Wallfahrtskirche. „Seele“ des Betriebes ist Brigitte Lugger mit ihrer Familie.
Von Pierre Martin-Charpenel wurde im Jahre 1992 der regionale Einkaufsmarkt in Jausiers errichtet. Es ist das „maison des produits de pays“ in der Talschaft Ubaye.
Ebenso erfolgreich und beispielhaft ist der Betrieb der Familie Schett in Innervillgraten in Osttirol. Dort entstand zuerst die Initiative „Villgrater Lamm“. Dann wurde ausgebaut und erweitert. In der Folge entstand dort der Handwerks- und Bauernladen der Familie Schett in Verbindung mit dem dortigen „Erlebnis Villgrater Natur“ und dem Zusammenschluss der Kreativ-Handwerks-Kultur mitsamt der Gourmet-Station im Gannerhof das Projekt „kraftwerkevillgraten“. Nicht immer ist alles komplett und total und sauber und super-BIO. Aber es weist den Weg dorthin. Es steht unabwendbar und eigensinnig-kreativ im Wechselspiel mit neuer und alter Kultur einschließlich aller Künste und Kunstfertigkeiten der Literatur, der Dialekt- und Minderheitenpoesie, der Malerei, der Kochkünste, der neuen Zeitungsmacher wie der ARUNDA aus Schlanders im Südtiroler Vinschgau rund um den Hans Wielander. Nicht zu vergessen die Zunft der Maler und Bildhauer und Fotografen und der Liedermacher usw. Auch nicht zu vergessen sind die gebauten Zeugnisse alpiner Kultur. Es hat sich eine neue Seuche ausgebreitet und erstreckt sich flächendeckend beinahe alpenweit aus, diese schreckliche und monströse Lederhosen-Folklore-Architektur („Schweinsbarock“ nannte es Hans Jäger). Dem stehen vereinzelt neue Beispiele alpiner Architektur gegenüber, solche beispielsweise der wunderbarsten neuen Kirche von Peter Zumthor mit Sant Benedeg in der Surselva und seiner einzigartigen Therme von Vals. Immer mit einer gehörigen Portion Eigensinn, Eigenart und Widerständigkeit. Sichtbares und leuchtendes Beispiel für die Vielfalt von künstlerischer Kreativität für den Schutz vor Zerstörung und Verschandelung des Lebensraumes ALPEN ist seit 1987 die Protestaktion „Feuer in den Alpen“ jeweils am zweiten Samstag im August. Gestartet wurde die Aktion 1985 von 100 protestierenden Frauen auf ihrer Protest-„Wallfahrt“ am Annatag (26. Juli) zur Alpe Preda Sovrana im Val Madris gegen die drohende Unterwassersetzung eines kostbaren Berggebietes. Als sichtbares Zeichen wurde die alte Praxis der „Steinmandln“ umgewandelt in eine „Steinfrau“.
Überall und immer stärker finden die Bewohner wieder zu ihren alten, zu ihren teilweise bis in die Jungsteinzeit zurückreichenden Kult-Plätzen, zu Schalensteinen und Felsritzungen. Die Zeugnisse dieser ältesten sichtbar gebliebenen Kultur vermitteln viel Staunen, Bewunderung, Ehrfurcht. Sie tragen dazu bei, wieder verstärkte ihre Identität aus alten Wurzeln zu finden. Das ist neue Sinn-Suche. Das sind mit Wallfahrt und Fitness und Weitwanderwegen neue Formen der Kombination von Religio mit Kultur, mit Landwirtschaft, Naturschutz und sogar mit dem Tourismus.
Es ist mir sehr wichtig, abschließend und rückblickend noch auf die Person des Franz Senn hinzuweisen, der vor 125 Jahren gestorben ist und der von Vent aus ganz maßgeblich den Deutschen Alpenverein gegründet hat. Pfarrer Senn hat sich zu seiner Zeit alles das ausgedacht und ersehnt und erprobt, was wir heute mehr als je zuvor als Nachhaltige Regionalentwicklung anerkennen. Da hat es die intensivste Kooperation zwischen Bergbauern in ihren extremen Bedingungen gegeben mit dem langsam aber stetig anwachsenden Tourismus. Wie Pfarrer Franz Senn stamme auch ich aus der Ötztaler Gemeinde Längenfeld. Ich fühle mich seinem Erbe verpflichtet.
Weiterhin soll gelten: wer schon einmal aufgestanden ist soll sich widersetzen. Viele sind am Steilhang ausgerutscht. Viele Projekte sind den Bach hinuntergeschwommen. Viel Hoffnungs- und Kulturpotential kann wiederentdeckt und gehoben werden. Die aktuelle Wirtschaftskrise ist für diesen Teil unserer alpinen Überlebens- Kultur eine einzigartige Chance bei der Wiedergewinnung eigener Kräfte.
Hinweise auf Literatur und Kontakte:
Literatur
- Oberwalder/Mailänder/Haid/Fliri/Hasslacher: Alpinismuspionier und Gründer des Alpenvereins Franz Senn. Tyrolia, Innsbruck-Wien, 2004
- Hans Haid: Neues Leben in den Alpen. Initiativen, Modelle und Projekte der Biolandwirtschaft. Böhlau, Wien-Köln-Weimar, 2005 (vergriffen)
- Hans Haid: Mythen der Alpen. Von Saligen, Weißen Frauen und Heiligen Bergen. Böhlau, Wien-Köln-Weimar, 2006
Websites & Kontakte
- Bio-Hotels: office@biohotels.info / www.biohotels.info
- Biobauern vom Millstätterbrg: www.7biobauern.com
- Planet Alpen (Gerhard Leeb): planetalpen@gmx.at / www.planet-alpen.com
- Pro vita alpina und Hans Haid: pro.vita.alpina@aon.at / haid.roale@netway.at / www.cultura.at/haid und www.similaun.at
- Pierre Martin-Charpenel (für Jausiers): p.mc@wanadoo.fr
- August Lenar (Logartal): logarska@siol.net
- Urlaub am Bauernhof (Österreich): office@farmholidays.com / www.urlaubambauernhof.at
- Bio-Hotels: newsletter@biohotels.info
- Biohotel Panorama: info@hotel-panorama-mals.it / www.hotel-ponorama-mals.it
- Theiners Garten Bio-Vitalhotel: info@theinersgarten.it / www.theinersgarten.it
- Hotel Ucliva: info@ucliva.ch
- Kärntner Almheu: www.lesachtal.com
- Soglio: mail@soglio-produkte.ch / www.soglio-produkte.ch
- Südtiroler Bergwiesenheu: bergwiesenheu@rolmail.net / www.bergwiesenheu.com
- Binntal: binntal@parcnet.ch / www.landschaftspark-binntal.ch
- Maison des produits de pays: maison@produits-de-pays.com / www.produits-de-pays.com
- Schett/ Villgratental: www.villgraternatur.at / office@villgraternatur.at
- Ökomodell Achental e.V.: info@oekomodell.de / www.oekomodell.de
- Werner Bätzing: wbaetz@geographie.uni-erlangen.de






