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Texte von und über Hans Haid


hans haid für LH van Staa

Hans Haid, 8.4.2007

die ALPEN und TIROL im blick
sall wöll & wöltan scheane
waars geweesn wuurs sein eppan und gaaling
dann haben wir alles überstanden:
den michael gaismair den andreas hofer die christianisierung
den hitler die EU den transit das sprengen der grenzen
das nivellieren von außen und das von innen
sall wöll & wöltan scheane
waars geweesn und wuurs eppan wöll nö wearn
wenn sie wieder kommen und wieder
verschwinden nachdem wir ihnen alles geopfert haben:
EIGENSINN & dialekt & eigene musik
und deswegen - und alles auf das wohl
des allmächtigen massentourismus -
hocken wir schreiend und weinend
auf dem söldener schlangen-kultfelsen im windach
wenn der bürgermeister höchstpersönlich
sprengladungen hineinpulvern läßt
wenn die versammelte tourismusverbands- und gemeindelobby
von nauders anno 2007
den kulthügel „muiren“ mit tiefgarage & sprengungen & korruption
& maßstablosigkeit entweihen läßt...
auf dem entweihnten kulthügel und schlangenfelsen hocken und weinen und klagen
sall wöll und unser EIGENSINN ist zerfranst löchrig durchsichtig
touristisch verseucht bis aufs hemd ausgezogen
alles geopfert untergeordnet da wie dort die LOBBY
ich meinte wir hätten alles überstanden
jetzt hilft noch das zündeln der alten feuer
das wiedererwachen dieses sprichwörtlichen EIGENSINNS
auch über 2009 und 2038 hinaus
wird es uns hinausschwenzen? eppan wöll?
für die alpen eine horrorvision ohne gletscher ohne snowkult
ohne diese perversen „zuhälter des ewigen schnees“
bei mieser luft gerade noch schnaufen können und überleben
und klagen und schreien und weinen & alle kräfte bündeln
im geheimen
abseits offizieller politik

(ein paar übersetzungshilfen: das ja und so schön wäre es gewesen und würde es etwa wieder werden können...)